Die Cyber-Woche und Deine Versicherung

Die Cyber-Woche und Deine Versicherung

Die Angebote von Seite der Versicherungen zum Cyber Monday oder Black Friday halten sich in Grenzen. Der Fokus der Versicherungen liegt wohl eher auf dem Endjahresgeschäft und dort ist die Kfz-Versicherung sowie die persönliche Absicherung im Fokus der Vertriebler. Ob Black Friday oder Cyber Monday dennoch eine Rolle in der Versicherungsbranche spielen? Später mehr dazu.

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Julia Reusch
Julia Reusch

Wer sind dann die, die sich dem Black Friday und Cyber Monday verschreiben?

Der Online-Handel. Inzwischen verzeichnet auch Deutschland in der Black- und Cyber Week einen enormen Anstieg der Umsätze. Somit nur logisch, volle Fahrt voraus und mit sagenhaften Angeboten die Verbraucher locken. Die Verbraucher hegen mittlerweile eine gewisse Erwartungshaltung an diese zwei Wochen in der Hoffnung, Schnäppchen zu schießen.

ABER VORSICHT:

Nicht nur der Handel und die Verbraucher freuen sich auf die Zeit. Eine weitere Partei freut sich über die steigenden Aktivitäten von Händlern und Verbrauchern. Ja, die Cyberkriminellen.

Pure Freude für die Verbraucher und Händler da draußen. Weit entfernt von den Gefahren im World-Wide-Web. Schließlich möchte man seine Ware am Markt verkaufen und die Verkaufszahlen in die Höhe treiben. Die Kunden möchten sich darüber freuen, die ersten Geschenke im Warenkorb zu haben und dann auch noch für einen unschlagbaren Preis. YEAH.

Und genau hier liegt der Knackpunkt: Das begrenzte Angebot und der erhöhte Zeitdruck, den die Händler erzeugen, lassen dem Verbraucher nur einen kurzweiligen Spielraum zum Kaufabschluss. Die Handlung erfolgt weniger achtsam, die Freude über die „fette Beute“ überwiegt.

Ähnlich verhält sich auch der Handlungsstrang der Händler – Holter, die Polter ist es November, Zeit noch schnell die Verkaufsaktionen Black Friday und Cyber Monday ins Onlinegeschäft zu implementieren. Unschlagbare Gewinne möchten erwirtschaftet werden.

ACHTUNG:

Schnell schnell kann hier auch für kleine und mittlere Unternehmen eine gravierende Cyberattacke zur Folge haben. Zu Beginn der mittlerweile alljährlichen Aktionen waren eher die großen Händler betroffen. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Immer mehr Cyberattacken passieren auch auf kleine und mittelständische Unternehmen.

Cyberversicherung ist eine der aufstrebenden Versicherungen und das nicht ohne Grund, denn die Attacken von Cyberkriminellen haben rapide zugenommen. Die Erfolge der Hacker sprechen für sich.

Zum Blogbeitrag: Hackerangriffe: Die Vorteile einer Cyberversicherung

Wie rüstet der Händler sein Onlinebusiness, um weitestgehend den Cyberattacken aus dem Weg zu gehen?

Wie auch der Handel alle Möglichkeiten ausschöpft, noch aggressiver den Markt um den Black Friday oder Cyber Monday zu beherrschen, lassen sich auch die Hacker immer wieder Neues einfallen. Dennoch können im Vorfeld maßgebliche Vorkehrungen getroffen werden, um das Worst Case Szenario zu umgehen.

  1. Überprüfen der Schutzmaßnahmen, die im Unternehmen eingerichtet sind
    Vorbeugen ist immer besser als reagieren. Bevor Black Friday oder Cyber Monday beginnt, sollte das gewählte System für den Online-Handel überprüft werden. Sind die Schutzmaßnahmen noch zeitgemäß und hat das Unternehmen alle nötigen Schutzvorkehrungen getroffen? Zeit, auch die Systeme der Drittanbieter zu überprüfen, gibt es bekannte Schwachstellen, welche auch für das eigene Unternehmen von Bedeutung sein könnten? Auch wenn die eigene Website tadellos funktioniert, können Cyberkriminelle über die Schwachstellen einer Ihrer Open-Source-Software ein Schlupfloch finden. Eine gesamtheitliche Betrachtung des Onlineprozess ist essenziell.
  2. Geschulte Mitarbeiter zwingend nötig
    Die Menschen in einem Unternehmen sind häufig das schwächste Glied bei den Sicherheitsvorkehrungen eines Unternehmens. Wichtig: Regelmäßige Schulungen zum Thema Sicherheit im Netz. Häufig werden Firmenrechner auch für private Belange genutzt und schon ist genau die E-Mail geöffnet, die der Kategorie Phishing-Betrugs angehört.
  3. Ein Passwortregelwerk
    In einem Unternehmen sollte es ein funktionierendes Passwortregelwerk geben. Auch hier sind Schulungssequenzen sinnvoll. Bei Nutzung der Website oder von Produkten müssen diese berücksichtigt werden, um ungebetenen Gästen keinen Zutritt zu verschaffen. Der Mensch ist grundsätzlich faul veranlagt, obliegt keine Aufforderung vonseiten des Unternehmens, werden immer wieder die gängigsten Passwörter verwendet. Als Arbeitgeber hat man den Auftrag, seine Mitarbeiter zu sensibilisieren und zu fordern im Sinne der eigenen Sicherheit. Für sensible Daten spricht eine Einführung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, um eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzuzufügen.
  4. Proaktiv mit den Kunden kommunizieren
    Sollte es im Handel mit der eigenen Marke zu Vorfällen kommen, indem sich Betrüger auf die vorhandene Marke setzen, ist schnelles Handeln gefragt. Aktiv die Kunden informieren. Hilfreich: Im Vorfeld die Kunden über E-Mail-Kommunikation aufklären. Wie können Kunden erkennen, dass keine trügerischen Mails unterwegs sind? Auch die Kommunikation der Lieferketten E-Mails, wann trifft das Paket ein? Der Käufer sollte klar identifizieren können, ob es sich um eine echte Mail von Dir / Deinem Unternehmen oder eine Phishingmail dreht.
  5. Für den Fall der Fälle – Cyberangriff abwehren
    Haben alle Abwehrmaßnahmen nicht gegriffen, und es ist ein Angriff erfolgt, genau am Cyber Monday? Wo doch eigentlich alles unter dem Stern „Rekordumsatz“ stand? Ein griffbereiter Masterplan, wenn man Opfer von Hackern wurde, ist ein Muss. Den Cyberangriff läuft man immer mal wieder durch, ähnlich wie der Feueralarm zu Schulzeiten. WARUM? Ein Jeder erinnert sich an die Regeln. Die Maßnahmen können schnellstmöglich erfolgen. Alles greift Hand in Hand, um den Schaden so klein wie möglich zu halten.
Mehr Informationen findest Du im Blogbeitrag Angriff aus dem Netz – Cyberattacken auf KMU

Worauf es gilt zu achten als Käufer?

  • Die Betrachtung der URL oder Website können schon Aussage darüber geben, ob es sich um einen authentischen Händler handelt. Richtige Schreibweise oder Rechtschreibfehler können ein Indiz dafür sein. Weitere Sicherheitsmerkmale sind HTTPS, die zum Standard für Händler gehören.
  • Ein vertrauensvolles WLAN
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Verkürzte Links und unbekannte URLs
  • Neuste Sicherheitspatches und aktuelle Betriebssysteme
  • Finger weg von Geschenken oder Gratisangeboten. Nichts ist umsonst
  • Behalte stets einen Überblick der bestellten Waren, denn schnell ist eine SMS angeklickt, die letztendlich einen schädlichen Link erhält
  • Passwortmanager und sichere Kennwörter nutzen
  • Von Nutzen sein kann auch, alle E-Mails von Black Friday oder Cyber Monday zu löschen. Interesse an einer der Mails? Dann einfach die Website direkt aufrufen, dort sollten alle Angebote auffindbar sein.

Wann jemand zuschlägt, ist nicht vorhersehbar. Somit immer mit Bedacht handeln, damit auch der Black Friday und der Cyber Monday ein voller Erfolg bleiben. Auch als Privatperson gibt es Möglichkeiten, sich abzusichern, um bei Gefahren aus dem Netz auch den richtigen Partner an seiner Seite zu haben.

Gute Gründe für eine Cyber-Versicherung erfährst du in unserem YouTube-Beitrag.

Nicht suchen, sondern finden.

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