Autounfall – was tun, wenn es gekracht hat?

Autounfall – was tun, wenn es gekracht hat?Ein Leitfaden für den Schadensfall

Jeder Autofahrer kennt die Situation oftmals zu gut, im Stress noch möglichst schnell zu einem wichtigen Termin zu kommen. Da wird gerne auch mal Gas gegeben auf der Autobahn – ist ja schließlich „unlimited“ auf vielen Streckenabschnitten. Dann noch ein ablenkender Blick aufs Smartphone und das Navi. Ging gerade nochmal gut? Super. Stell dir aber mal den Jackpot vor, du rammst mit deinem Fahrzeug das hintere Ende eines Staus. Es gibt neben ordentlichen Blechschäden auch einige Verletzte. Mit noch mehr Unglück kann auch das Fahrzeug hinter dir nicht mehr rechtzeitig bremsen.

richtig-verhalten-kfz-unfall
Julia Reusch
Julia Reusch

Zuallererst einmal ist es am wichtigsten, Ruhe zu bewahren. Schließlich ist ein Unfall meist eine aufregende und stressige Situation. Atme erst einmal tief durch und versuche die Lage möglichst objektiv, aber trotzdem rasch zu beurteilen. Adrenalin sorgt oft dafür, dass Menschen in Stresssituationen unüberlegt handeln. Das möchtest du natürlich vermeiden. Denn je ruhiger du bist, desto besser kannst du die nächsten Schritte planen und umsetzen. In diesem Ratgeber verraten wir dir, wie du dich verhalten kannst, wenn ein KFZ-Unfall passiert ist.

1. Zuerst einmal: Keine Panik!

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren. Wenn du in Stress gerätst, ist das völlig normal. Doch versuche dich so gut es geht zu beruhigen. Dies ist wichtig, damit du klar denken und vernünftig handeln kannst. Schließlich willst du nicht, dass der Unfall noch schlimmer wird, weil du unkonzentriert handelst. Wenn du dich beruhigt hast, kannst du den nächsten Schritt angehen.

2. Absicherung der Unfallstelle

Bevor du dich weiter um den Unfallhergang kümmern kannst, ist es wichtig die Unfallstelle abzusichern. Das beginnt bereits mit dem Aktivieren der Warnblinkanlage. Darüber hinaus ist es notwendig, das Warndreieck mit entsprechender Entfernung zur Unfallstelle aufzustellen. Auch wenn dir das vielleicht lästig erscheint, kann es lebenswichtig sein – vor allem auf Autobahn und Bundesstraße. Du vermeidest dadurch, dass möglicherweise ein weiteres Fahrzeug ein verunfalltes KFZ touchiert oder gar auffährt. Verhalte dich, wie du es in der Fahrschule gelernt hast. Bevor du das Fahrzeug verlässt, ziehe dir eine Warnweste an. Anschließend solltest du das Warndreieck aufstellen, um die Unfallstelle weithin sichtbar zu machen. Nun kannst du dich weiter um den Unfallhergang kümmern – und, aufgrund einer neuen Regelung, dabei am besten eine FFP2-Maske tragen. Gibt es keine Verletzten, bringe dich am besten hinter der Leitplanke in Sicherheit.

3. Erste Hilfe leisten

Wenn es nach dem Unfall Verletzte gibt, ist es wichtig, so schnell wie möglich Erste Hilfe zu leisten. Nutze bei Bedarf deinen Verbandskasten, welchen du ohnehin im Auto mitführst. Achte am besten bereits im Vorfeld darauf, dass dieser noch ein gültiges Haltbarkeitsdatum aufweist, denn die Polizei wird das gegebenenfalls prüfen. Natürlich kannst du nur dann helfen, wenn du selbst keine größeren Verletzungen hast. Falls doch, solltest du dich zuallererst selbst in Sicherheit bringen und Hilfe holen. Aber wenn du in der Lage bist, dich um die anderen Unfallbeteiligten zu kümmern, solltest du das natürlich tun. Informiere jedoch umgehend einen Rettungswagen, damit dieser schnellstmöglich zur Unfallstelle kommen kann.

4. Polizei rufen

In vielen Fällen ist es auch ratsam, die Polizei zu verständigen, damit ein amtliches Unfallprotokoll angefertigt wird. Dies ist besonders wichtig, wenn es zu einem Streit um die Schuldfrage kommt oder wenn Personen zu Schaden gekommen sind. Aber auch bei einem eindeutigen Unfallhergang solltest du die Polizei rufen, damit alles offiziell dokumentiert ist. Achte darauf, den Unfallhergang so genau wie möglich zu beschreiben, erwähne lieber mehr Details als zu wenige. Denn wenn die Polizei vor Ort ist, wirst du mit Sicherheit Fragen beantworten müssen.

5. Dokumentiere die Unfallstelle

Bevor die Polizei eintrifft, hast du die Möglichkeit, den Unfallhergang fotografisch oder per Video festzuhalten. Dies kann später wichtig sein, um den Schaden am Fahrzeug beurteilen zu können – vor allem für deine Versicherung. Auch die Position der Fahrzeuge und die Gesamtsituation des Unfallplatzes ist wichtig, um im Nachgang die Schuldfrage klären zu können. Achte stets darauf, aus einem sicheren Abstand zu fotografieren oder zu filmen, damit du nicht in Gefahr gerätst. Generell gilt: Lieber ein Foto mehr als eins zu wenig.

6. Kontakt zur Versicherung aufnehmen

Nachdem der Unfallhergang geklärt ist, solltest du Kontakt zu deiner Versicherung aufnehmen. Denn diese wird sich um die Regulierung des Schadens kümmern. Je nachdem, wie der Unfallhergang war, kann es sein, dass du den Schaden selbst tragen musst. Informiere dich am besten im Vorfeld über die genauen Bedingungen in deinem Vertrag. So weißt du am besten Bescheid, wann die Versicherung für den Schaden aufkommt.

7. Anwalt konsultieren

Wenn es bei dem Unfall zu einem Streit um die Schuldfrage kommt, kann es hilfreich sein, einen Anwalt zu konsultieren, denn dieser kann die Situation objektiv beurteilen. Im besten Fall hast du eine Rechtsschutzversicherung, die in solchen Fällen die Kosten übernimmt. Auch wenn es zu einem gerichtlichen Verfahren kommt, kann der Anwalt dich vertreten und deine Interessen durchsetzen.

Ein Ansprechpartner,
der dich nicht im Stich lässt

Kommt es wirklich einmal zu einem Unfall, solltest du nach Möglichkeit unsere 7 Punkte berücksichtigen und beherzigen. In der Hektik ist das natürlich oft nicht so einfach. Ein kompetenter Versicherungspartner ist aber neben Rettung, Polizei und Abschleppdienst schon ein guter Anfang und nahezu ein Garant dafür, dass du im Schadensfall gut betreut bist. Hast du noch Fragen zum Thema? Kontaktiere uns einfach oder statte uns einen Besuch ab.

Nicht suchen, sondern finden.

Suchen
Generic filters